Die Teilnehmenden gestalten in einem Workshop ihre Lebensgeschichte in Bildern. Sie lernen, wie sie persönliche Erinnerungen mithilfe von Wort und Bild (wieder) zum Leben erwecken und sichtbar machen. Die Kunstpädagogin Eva Durlacher führte in den Niederlanden eine besondere Zeichentechnik ein, die es auch Menschen ohne jegliche Erfahrung im Zeichnen und Malen erlaubt, auf ungewöhnliche Weise persönliche Erinnerungen wachzurufen und mit Stift oder Pinsel festzuhalten. Für die Teilnehmenden ein inspirierendes und mitunter auch heilsames Erlebnis, denn in jedem Leben liegt eine Quelle voller Geschichten. Oft sind sie in scheinbar kleinen Details verborgen: Wie sah die Küche in deinem Elternhaus aus? Wie hat es dort gerochen? Erinnerst du dich noch an die Tapete an der Wand? Gerade in diesen kleinen, scheinbar vergessenen Räumen und Gegenständen können überraschende Erinnerungen verborgen sein – Erinnerungen, die durch Wort und Bild wieder greifbar werden. Geschichten, die lange nicht erzählt wurden, finden ihren Weg aufs Papier und werden zu einem kleinen “Erinnerungsbuch” für die Familie zusammengebunden.
Praktische Informationen: Der Workshop findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt und besteht aus vier Modulen. Teilnehmende können an allen vier Modulen teilnehmen oder auch nur an einem, das ihnen zeitlich passt. Denn: Alle Module sind aufeinander abgestimmt, können aber auch einzeln besucht werden. Alle Materialien werden zur Verfügung gestellt. Teilnehmende brauchen keine Zeichenerfahrung.
Eva Durlacher – Geschichten sichtbar machen Eva Durlacher ist eine Tochter des Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Gerard Durlacher, der seine Kindheit in Baden-Baden verbrachte. Im März 2025 wurde in seiner Geburtsstadt eine Brücke, die seinen Namen trägt, feierlich eröffnet – eine besondere Würdigung seines Lebensweges. Inspiriert von der Geschichte ihres Vaters begleitet Eva Durlacher heute andere Menschen dabei, ihren eigenen Lebensweg in Bildern und Worten auszudrücken. Sie hilft, Erinnerungen und persönliche Erlebnisse auf kreative Weise sichtbar zu machen – durch Zeichnen und Schreiben. Im Laufe der Jahre hat sie eine eigene Zeichentechnik entwickelt und weitervermittelt, u.a. in Kooperation mit dem Jüdischen Museum in Amsterdam. Immer wieder erlebt sie, wie viel Kraft, Freude und Inspiration darin liegt, die eigene Geschichte auf diese Weise zum Ausdruck zu bringen. Mehr über ihre Arbeit und Methode finden Sie auf ihrer Website: https://goudenverhalen.nl/
Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktion „Museum to go: Bus der Habseligkeiten“. Ein Projekt des Arbeitskreises Stolpersteine Baden-Baden und des Stadtmuseums Baden-Baden in Kooperation mit dem Arbeitskreis Christlicher Kirchen, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Israelitische Kultusgemeinde e.V., dem Lions Club Baden-Baden, der Stadtbibliothek Baden-Baden und der VHS Baden-Baden.
Anmeldung
Anmeldung in der Stadtbibliothek: Tel. 07221 93-2259
Eintritt: 5.00 Euro pro Modul
Keine Vorkenntnisse nötig Maximale Teilnehmerzahl: 10 Ort: Seminarraum der Stadtbibliothek, Luisenstr. 34, 76530 Baden-Baden, der Raum ist barrierefrei zugänglich